Bonn

Mit seinen rund 320.00 Einwohnern und 2000 Jahre alten Geschichte zählt Bonn nicht nur zu den größten, sondern auch zu den ältesten Städten Deutschlands. Internationales Flair trifft hier auf rheinische Lebensfreude, moderne Architektur auf historische Bauten. Das romanische Münster mit dem rund 900 Jahre alten Kreuzgang, das Alte Rathaus im Rokoko-Stil, die kurfürstlichen Schlösser der Universität Bonn – in denen junge Studenten ein und aus gehen –, oder der moderne Post Tower sind nur einige wenige Beispiele. Es sind vor allem  diese Kontraste, die das dynamische Bonn nicht nur unter Einheimischen, sondern auch bei Touristen sehr beliebt machen.

Bonn ist nicht nur die Geburtsstadt des weltberühmten Komponisten Ludwig van Beethoven und der Studienort bekannter Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer, Karl Marx und Friedrich Nietzsche, sondern die Rheinstadt war auch mehr als 40 Jahre lang die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Das ehemalige Parlaments- und Regierungsviertel, heutiges Bundesviertel, gilt als Zeichen für die erste gelungene deutsche Demokratie. Bonn bleibt zweites politisches Zentrum der Bundesrepublik und hat sich zu einer Plattform internationaler Zusammenarbeit sowie einem Standort für global operierende Unternehmen entwickelt. 1996 wird Bonn zur deutschen UNO-Stadt; mittlerweile beherbergt der UN-Campus Bonn („Langer Eugen“) 19 UN-Organisationen mit gut 1000 Mitarbeiter.

Aber auch kulturell hat die Stadt so einiges zu bieten. So gehört die Bonner Museumsmeile zu den großen Museumsverbünden Europas. Die Museen präsentieren herausragende Ausstellungen zu Themen aus Naturwissenschaft, Technik, Kunst sowie Zeit- und Kulturgeschichte.

Bonn zählt, obgleich es immer etwas im Schatten des größeren Kölner Karnevals stand, zu den rheinischen Karnevalshochburgen. Nichtsdestotrotz steht die Wiege der Weiberfastnacht in Bonn, genauer gesagt in Beuel. So entstand 1824 aus einer Frauenbewegung das Beuler Damenkomitee der „Beuler Wäscherinnen“. Die „Beuler Wäscherinnen“ wehrten sich gegen das Patriarchat, die Dominanz der Männer und die damit verbundene Ausbeutung der Frauen. Es entstand der Brauch, sich einmal im Jahr – nämlich am Donnerstag vor Karneval –  zusammen zu tun, um sich gegen die Männer aufzulehnen. Dies war die Geburt der „Weiberfastnacht“, die trotz ihres ernsten Hintergrundes heute zu einem der wichtigesten Termine im Karneval zählt.